Angesichts der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft in Ruanda fragen Sie sich vielleicht, wie es ist, selbst in Ruanda Rad zu fahren. Wir haben es - vor zwei Jahren - mit großem Vergnügen getan und freuen uns, Sie auf dieses Abenteuer mitzunehmen. Wir haben einen Teil des Kongo-Nil-Trails zurückgelegt, eine anspruchsvolle Radtour durch wirklich atemberaubende Landschaften. Die gesamte Strecke ist 260 Kilometer lang und wird oft in etwa fünf Tagen zurückgelegt. Da wir nicht die Zeit dafür hatten, haben wir die ersten beiden Etappen absolviert. Diese führten uns von Gisenyi nach Kibuye.

Tag 1: Eintauchen in lokale Gemeinschaften

Wie bereits erwähnt, begann die Reise in Gisenyi, wobei uns ein erfahrener Führer von Rwandan Adventures begleitete. Diese Stadt grenzt an das kongolesische Goma, das derzeit sehr unruhig ist. Man sollte sich also vorher gut informieren, ob diese Gegend sicher genug ist, um dorthin zu reisen. Auf jeden Fall haben wir nichts bemerkt.

Der erste Tag führte uns durch mehrere kleine Dörfer, wo uns neugierige Kinder eifrig verfolgten. Unterwegs hielten wir zum Mittagessen an und aßen eine Art gebratenen Fisch, den wir später auf dem Boden trocknen sahen. Vielleicht ein wenig zweifelhaft, aber es schmeckte gut und war eine schöne Einführung in die lokale Küche!

’Am Abend übernachteten wir auf einer Kaffeefarm, wo wir nicht nur schliefen, sondern auch eine Führung bekamen. Wir erfuhren alles über den Herstellungsprozess des - wie sie sagten - perfekten Kaffees. Und zugegeben: Der Kaffee schmeckte großartig. Wir durften auch an ihrer neuesten Marketingkampagne teilnehmen.

Tag 2: zurück nach Gisenyi über den Kivusee

Am zweiten Tag setzten wir unsere Reise fort. Nach ein paar Stunden Radfahren fuhren wir mit dem Boot von Kibuy nach Gisenyi zurück. Diese Fahrt (über den Kivu-See) bot atemberaubende Ausblicke auf den riesigen See und war eine willkommene Abwechslung nach dem intensiven Radfahren. Ein kurzes Schläfchen.

Insgesamt sind wir am ersten Tag 40 Kilometer und am zweiten Tag 25 Kilometer geradelt. Das scheinen keine großen Entfernungen zu sein. Aber die Strecke war anspruchsvoll, mit unebenen Wegen und steilen Anstiegen. Es gab sogar Momente, in denen wir mit dem Fahrrad im Nacken laufen mussten, weil der starke Regen einige der Wege komplett weggespült hatte. Insgesamt zeigte unser Wahoo auf nur 65 Kilometern rund 1.500 Höhenmeter an. Es war also kaum ein Meter flach.

Der Kongo-Nil-Pfad: unvergesslich

Trotz der Herausforderungen war der Congo Nile Trail ein unvergessliches Erlebnis. Die Landschaft war atemberaubend, und die Einheimischen waren außergewöhnlich freundlich und enthusiastisch. Überall, wo wir hinkamen, liefen fröhliche Kinder mit uns. Das machte die Reise zu etwas ganz Besonderem.

Der Congo Nile Trail bietet also nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch ein tiefes Eintauchen in die lokale Kultur und Natur. Für Abenteurer, die ein einzigartiges Erlebnis in Ruanda suchen, ist diese Radroute unbedingt zu empfehlen!